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Do 07.06.2012 | 19:30
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Abendkonzert (*) -
So 17.06.2012 | 11:00
Frühschoppen Konzert (*)
Jahreskonzert - Die Steibrugg-Musikanten empfingen die Passauer Dreiflüssemusikanten im "Wallberg"
"Wir seh'n uns wieder - Freunde"
Glattaler vom 19.3.2010 (Martin Allemann)
12.03.2010 - Wenn Musikanten aus Volketswil und Bayern ein Konzert geben, ist für überschäumende Stimmung gesorgt. Dann wird Polka gespielt und mancher Marsch geblasen ...
Scherben bringen ja - so das Sprichwort - Glück. Etwas zu wörtlich nehmen das einige Steibrugg-Musikanten vor dem Konzert und lassen gleich einen ganzen Tisch voller Gläser zu Boden gehen. Vielleicht sind sie aber einfach nervös und das ist ja ein gutes Zeichen. Mit ordentlichem Adrenalinausstoss steigt bekanntlich die Spielfreude. Das Aufgabenstück beginnt eher behäbig. Dramaturgisch sich steigernd, bringt "Neuer Schwung" das Publikum zum Klatschen im Takt.
Mit Freude musizieren
Hans Seeberger führt durch den Abend und gibt gleich humoristisch Gas. Auf den Tischen liegen Liederblätter. Während die Musikanten aus Passau gleich stimmgewandt mitgehen, würden es andere mangels gesanglicher Qualität wohl besser bleibenlassen - der Wallbergsaal ist definitiv kein Bierzelt. Und an dieser Stelle perlt leider der einzige kleine Wermutstropfen an der Veranstaltung ab. Wenige im Publikum bewiesen mit ihrem Benehmen wenig Wertschätzung für die Blasmusik. Natürlich waren alle anderen gekommen, um einen vergnüglichen Abend mit einem abwechslungsreichen Programm zu geniessen, und das bekamen sie auch geboten. Dirigent Alfred Kosak braucht manchmal nur mit der einen oder anderen Schulter zu zucken und seine 19 Musiker wissen, wo noch Feinheiten anzubringen sind.
Auf Polka folgt Marsch
In "Andulka" gefällt vor allem das liebliche Piccolo-Zwischenspiel. Bei der "Haderlumpen-Polka" verzeiht man mit Schmunzeln die etwas blechern tönende Trompete, aber irgendwie passt das ja auch zum Stück. Wir sind eine Formation mit einem Durchschnittsalter von über 60, da fehlt halt manchmal etwas die Luft, lacht Alfred Kosak. Das Musizieren soll Freude machen. Wir treffen uns ja auch "nur" alle 14 Tage zur Probe und nehmen das ernst, aber nicht "verbissen", meint er zur Pause.
Bis dahin gibt es noch viel Schmissiges, aber auch zuckersüss Gesungenes. Manfred Herre, der Dirigent der Passauer Dreiflüssemusikanten, singt mit "Rosemarie" und "Du kleine Stadt" zwei Eigenkompositionen. Zwischendurch hängt er den Steibrugg-Musikanten mit jeder gespielten Note an den Ventilen.
Frühschoppen zu später Stunde
Die Gäste aus Bayern in Lederhosen sind aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Hier haben Weisswurst und Bier Resonanzkörper geschaffen, mit denen sich auch grössere Biergärten bespielen lassen. Und dort dauert der Frühschoppen bekanntlich etwas länger - so auch dieser Konzertteil.
Die Heimatgefühle, die alte Liebe und jungen Herzen, welche sie mal rassig intonieren, dann wieder gefühlvoll umspielt vermitteln, treffen die Seele und fahren in die Beine. Manfred Herre ist danach bester Dinge. "Wenn wir spüren, wie das Publikum mitgeht, macht es noch mehr Spass zu spielen".
Und beide Formationen sind sich wie in Liedern besungen einig: "Wir seh'n uns wieder - Freunde".
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